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Feierliche Einweihnung eines
Glockenturms in Dortmund-Kley

 

Dortmund-Kley. Die alt-katholische Pfarrgemeinde St. Martin in Dortmund beging ein besonderes Ereignis: die feierliche Einweihung ihres neuen Glockenturms auf dem Kirchengelände in Dortmund-Kley.

Bischof Dr. Matthias Ring, Leiter des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland, weihte am Samstag, dem 11. April 2026 ein besonderes Bauwerk mit regionaler Symbolkraft: einen Glockenturkm in der Gestalt eines Förderturms.

Der rund sieben Meter hohe Turm erinnert in seiner Form an einen klassischen Förderturm und steht damit symbolisch für die enge Verbindung von Glaube, Kultur und regionaler Identität.

Festliche Eucharistiefeier zur Eröffnung

Die Feierlichkeiten begannen um 19 Uhr mit einer festlichen Eucharistiefeier, die von Bischof Ring zelebriert wurde. In seiner Predigt betonte er die doppelte Bedeutung des Glockenklangs: Zum einen lade das Geläut die Gläubigen zum Gottesdienst ein, zum anderen trage es die Botschaft des Evangeliums hinaus in die Welt zu allen Menschen.

Zugleich ermutigte er die Anwesenden, selbst „wie Glocken“ zu sein – die frohe Botschaft hörbar zu machen und von Jesus Christus Zeugnis zu geben.

Segnung des Turms in stimmungsvoller Atmosphäre

Im Anschluss an den Gottesdienst zog die Gemeinde in einer stimmungsvollen Lichterprozession um den Turm. Unter Verwendung von Weihwasser und Weihrauch segnete Bischof Ring schließlich das Bauwerk.

„Der neue Turm ist nicht nur ein architektonisches Highlight, sondern auch ein Symbol für die Gemeinschaft in Dortmund-Kley und für den Erhalt unserer regionalen Geschichte“, sagte Pfarrer Robert Geßmann. Die an einen Förderturm angelehnte Gestaltung solle bewusst die Verbundenheit mit dem Steinkohlenbergbau zum Ausdruck bringen, der über Generationen hinweg das Leben der Menschen und die Landschaft des Ruhrgebiets geprägt habe.

Grußworte aus Kirche, Stadt und Gesellschaft

Im Rahmen des Festaktes wurden zudem mehrere Grußworte gesprochen. Neben der Architektin Corinna Wagner und dem Glockensachverständigen Matthias Braun, der die Beschaffung der drei Glocken verantwortete, sprach auch Ralf Peters vom örtlichen Heimatverein. Für die Stadt Dortmund überbrachte der erste Bürgermeister Norbert Schilff die Grüße der Stadt und verband sie mit dem traditionellen Segenswunsch „Glück auf“.

Auch Vertreter der Ökumene waren unter den Gästen: So nahmen Pastor Carsten Voß von der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) und Günter Lohsträter von der Neuapostoischen Kirche in Dortmund als Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Dortmund an den Feierlichkeiten teil.

Ökumenische Perspektive und besondere Symbolik

Günter Lohsträter, Sprecher der ACK in Dortmund, griff in seinem Grußwort die besondere Symbolik des Turms auf: „In der Geschichte des Bergbaus in Dortmund gab es viele Fördertürme – aber einer, aus dem Glocken erklingen, das ist neu.“

Fördertürme verschwänden zunehmend aus dem Stadtbild, so Lohsträter. „Und manchmal – so ehrlich müssen wir sein – verschwinden auch Kirchtürme oder verlieren zumindest an Bedeutung.“ Umso bedeutungsvoller sei dieses Bauwerk: „Hier kommt beides zusammen – die Erinnerung an das, was war, und ein lebendiges Zeichen für das, was bleibt und trägt.“

Abschließend betonte er die ökumenische Perspektive: „Als Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Dortmund ist es uns wichtig, dass wir miteinander Kirche sind, gemeinsam unterwegs bleiben und als Christinnen und Christen in diese Stadt hineinwirken.“

13. April 2026
Text: Günter Lohsträter
Fotos: Günter Lohsträter

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